Süd-Lanzarote: Papagayo, Puerto del Carmen und die wilde Küste

Süd-Lanzarote, wo die wildeste Küste auf geschützte Familienstrände trifft. Grüne Lagune von El Golfo, türkisfarbene Buchten von Papagayo und der lebendige Hafen von Puerto del Carmen.

Süd-Lanzarote: Papagayo, Puerto del Carmen und die wilde Küste

Die Südspitze von Lanzarote zeigt die widersprüchlichste Seite der Insel — eine Landschaft aus schwarzer Lava und zerklüftetem Vulkangestein, die irgendwie einige der schönsten Strände der Kanaren beherbergt. Der Kontrast ist frappierend: In einer Stunde Fahrt wechselst du von geschützten türkisfarbenen Buchten zu dramatischen Klippenaussichten und goldenen Sandstränden, hinter denen Fischerdörfer liegen, die der Zeit entronnen wirken.

Wir sind den Süden während unserer Februar-Woche auf der Insel ausgiebig abgefahren und haben Playa Blanca als eine unserer Hauptbasen genutzt. Die Strände hier sind ideal für Familien, und die Gegend bringt dich schnell zu einigen der prägendsten Erlebnisse Lanzarotes — vom Schnorcheln in Papagayo bis zum Tosen des Atlantiks am schwarzen Sand von El Golfo.

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El Charco de los Clicos: Die grüne Lagune, die jeder Logik trotzt

In der Südwestecke der Insel, nahe dem Dorf El Golfo, ist ein Vulkankrater im Lauf von Jahrtausenden langsam ins Meer abgebröckelt. Was bleibt, ist eines der seltsamsten Naturphänomene Europas: eine Süßwasserlagune, die in einem unwirklichen Smaragdgrün leuchtet, eingerahmt von schwarzem Sand und umgeben vom tiefen Blau des Atlantiks.

Die grüne Lagune El Charco de los Clicos in einem eingebrochenen Vulkankrater, mit schwarzem Sandstrand und türkisfarbenem Atlantik — Lanzarote
Die grüne Lagune El Charco de los Clicos in einem eingebrochenen Vulkankrater, mit schwarzem Sandstrand und türkisfarbenem Atlantik — Lanzarote

Die Farbe stammt von einer Algenart, die im mineralreichen Wasser gedeiht — ein Grün so leuchtend, dass es unwirklich wirkt, fast wie computergeneriert. Der Kontrast zwischen dem smaragdgrünen Wasser, dem schwarzen Vulkansand und dem türkisfarbenen Atlantik dahinter ist so außergewöhnlich, dass die Kinder uns fragten, ob wir das Foto nachbearbeitet hätten. Hatten wir nicht. So sieht es wirklich aus.

Ein kurzer Spaziergang vom Parkplatz führt zu einem Aussichtspunkt, von dem aus du die ganze Lagune überblickst. Es ist einer der meistfotografierten Orte Lanzarotes, und er hält absolut, was die Bilder versprechen. Der Weg ist leicht und dauert höchstens 10 Minuten — perfekt für Familien mit kleinen Kindern. Komm früh am Morgen, um den Andrang zu vermeiden — wir kamen gegen 8 Uhr und hatten den Ort fast für uns allein.

Verbinde den Lagunenbesuch mit einem Mittagessen in einem der Fischrestaurants im Dorf El Golfo. Die Meeresfrüchte sind hier ehrlich gut — kleine, familiengeführte Lokale, der Fisch so frisch, dass du das Salz noch schmeckst. Hauptgerichte für 12-18 € sind nach kanarischem Maßstab fair.

Papagayo: Die Buchten, für die alle kommen

Südlich von Playa Blanca führt ein kurzer Küstenweg zu den Papagayo-Stränden — eine Reihe geschützter goldener Sandbuchten unterhalb niedriger Klippen, mit Wasser so klar, dass du die Fische im Flachen siehst. Die Buchtenkette schmiegt sich um eine natürliche Bucht, und jede Cala hat ihren eigenen Charakter. Manche sind belebt mit Liegen und Strandbars, andere ruhiger und abgelegener.

Strand von Playa Blanca mit Sonnenbadenden, ankernden Booten und der Vulkaninsel Fuerteventura jenseits der Meerenge — Lanzarote
Strand von Playa Blanca mit Sonnenbadenden, ankernden Booten und der Vulkaninsel Fuerteventura jenseits der Meerenge — Lanzarote

Die Strände sind perfekt für Familien — das Wasser warm, ruhig und flach, dazu eine gute Strandbar-Infrastruktur für Erfrischungen und Schatten. An ruhigen Tagen ist das Wasser so durchsichtig, dass kleine Kinder alles unter der Oberfläche beobachten können — aus dem passiven Strandtag wird eine Erkundung der Unterwasserwelt.

Papagayo ist auch ein beliebter Ausgangspunkt für Kajak- und Schnorcheltouren. Die Buchten sind vor dem Atlantikschwell geschützt, und du kannst zu kleinen Felsformationen paddeln, an denen sich Fische sammeln. Buche eine Kajak- und Schnorcheltour in Papagayo

Playa Blanca: Wo du dich im Süden einquartierst

Playa Blanca ist ein bescheidenes Fischerdorf, das zum südlichen Tourismuszentrum gewachsen ist, ohne seinen Charakter zu verlieren. Es ist weniger erschlossen als Puerto del Carmen im Osten — ein guter Kompromiss zwischen familienfreundlicher Infrastruktur und Authentizität. Das Dorf hat mehrere geschützte Strände, gute Restaurants und eine schöne Promenade.

Der Hauptstrand, Playa Blanca selbst, ist breit und sandig mit ruhigem Wasser. Er ist zur Inselmitte ausgerichtet, also vor dem Atlantikschwell geschützt und ideal für kleine Kinder. Die Strandbar-Szene ist lebhaft, aber nicht hektisch — du findest eine Liege, bestellst ein Getränk, und die Kinder planschen sicher im Flachen.

Folge jenseits des Hauptdorfs den Schildern nach Norden zu kleineren Stränden — Playa Dorada und andere — die etwas ruhiger sind. Die Straßen sind gut, die Wege kurz. Wir haben drei Nächte in einer Villa hier in der Nähe gewohnt und sie als ausgezeichnete Basis für die Erkundung des Südens und der Inselmitte erlebt.

Puerto del Carmen: Der lebhafteste Strandort der Insel

Puerto del Carmen ist Lanzarotes am stärksten erschlossenes Resort — mit langen Stränden, einer belebten Promenade und genug Bars und Restaurants, um die Urlaubermassen zu beschäftigen. Es ist weniger intim als Playa Blanca, dafür kosmopolitischer, mit besseren Einkaufsmöglichkeiten, größerer Restaurantauswahl und mehr Nachtleben.

Luftaufnahme von Puerto del Carmen mit langem Sandstrand, Hotelbauten und türkisfarbenem Wasser — Lanzarote
Luftaufnahme von Puerto del Carmen mit langem Sandstrand, Hotelbauten und türkisfarbenem Wasser — Lanzarote

Die Strände sind lang und sandig, dahinter eine ausgebaute Promenade mit Restaurants, Bars und Geschäften. Die Hauptachse heißt Avenida de las Playas und ist das kommerzielle Herz des Resorts. Selbst im Februar war der Strand belebt mit Sonnenbadenden und Schwimmern. Im Juli und August muss es brodeln.

Puerto del Carmen funktioniert gut, wenn du irgendwo mit ein bisschen Trubel wohnen willst — es gibt gute Restaurants, und das Resort bietet alles, was Familienreisen manchmal brauchen (anständige Supermärkte, Apotheken, breites Unterkunftsangebot). Uns war es etwas zu zugebaut für die immersive Inselerfahrung, die wir suchten, aber es ist unbestreitbar praktisch.

Luftaufnahme des Hafens von Puerto del Carmen mit bunten Fischerbooten, goldenem Strand und der vulkanischen Inselmitte Lanzarotes im Hintergrund — Lanzarote
Luftaufnahme des Hafens von Puerto del Carmen mit bunten Fischerbooten, goldenem Strand und der vulkanischen Inselmitte Lanzarotes im Hintergrund — Lanzarote

Die wilde Südküste

Jenseits der großen Strandorte wird die Südküste wilder und dramatischer. Die Landschaft wird von schwarzen Lavaströmen geprägt, die bis zum Meer reichen, mit gelegentlichen goldenen Sandstränden in Buchten, wo die Lava natürliche Häfen geformt hat.

Die Fahrt von Playa Blanca südwestwärts nach El Golfo ist eine der spektakulärsten der Insel. Du fährst durch eine Landschaft aus Vulkankegeln, Buschland und verstreuten weißen Dörfern, rechts immer wieder Blicke aufs Meer. Halte an einem der Aussichtspunkte entlang der Strecke — sie sind nicht groß angekündigt, aber bieten atemberaubende Blicke über die Lavafelder bis nach Fuerteventura.

Die Straßen sind im ganzen Süden hervorragend, und die Distanzen kurz — keine 30 Minuten von Puerto del Carmen nach El Golfo, und unter einer Stunde von einem Punkt im Süden zum nächsten. Damit eignet sich die Region perfekt für einen Roadtrip-Ansatz, bei dem du dich in einem Dorf einquartierst und Tagesausflüge zu den Highlights machst.

Wo du im Süden Lanzarotes wohnst und isst

Playa Blanca und Puerto del Carmen haben Hunderte Unterkünfte, vom bescheidenen Apartment bis zur Luxusvilla. Rechne mit 80-140 € pro Nacht für eine bequeme Selbstversorger-Villa oder ein Apartment mit Küche. Der Vorteil von Selbstversorgung ist die Flexibilität bei den Mahlzeiten — besonders wichtig mit kleinen Kindern.

Beim Essen ist der Süden stark. Beide Dörfer haben viele Restaurants, von lockeren Strandbars mit frischem Fisch und Paella bis zu etwas gehobeneren Adressen. Rechne mit 15-25 € pro Hauptgericht und 5-8 € für ein einfaches Tapas-Mittagessen. Die Meeresfrüchte sind außergewöhnlich — der atlantische Fang des Tages ist fast immer die beste Wahl.

Das Dorf El Golfo selbst ist klein, mit einer Gruppe Fischrestaurants direkt am Wasser. Das ist die authentische Option — informell, familiengeführt, spezialisiert auf das, was die Boote am Morgen mitgebracht haben. Mittagessen hier ist ein echtes Erlebnis, keine Touristen-Inszenierung.

Praktische Hinweise

Anreise

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Süd-Lanzarote liegt etwa 20 km vom Flughafen Arrecife entfernt. Ein Mietwagen ist unverzichtbar — der öffentliche Verkehr zu den Stränden ist dünn. Vergleiche Flüge und Mietwagen

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Beste Reisezeit

Der Süden bekommt etwas mehr Atlantikschwell ab als der Norden, also sind windige Tage häufiger. Februar, als wir da waren, ist ideal — warm, meist ruhig, nicht überlaufen. Winter (November-März) ist die beste Saison zum Schwimmen und für Strandaktivitäten. Sommer kann für aktives Erkunden zu heiß sein.

Budget-Orientierung

Ein Tagesbudget für den Süden könnte so aussehen:

- Unterkunft: 80-120 € pro Nacht - Restaurantmahlzeiten: 15-25 € - Strandaktivitäten und Touren: 20-40 € pro Person - Mietwagen: 25-35 € pro Tag

Die Region ist preislich moderat im Vergleich zum spanischen Festland oder Nordeuropa.

Karten

Nutze unsere interaktive Karte, um eine Unterkunft zu finden und die Strände im Süden zu erkunden.


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